Am 29. Oktober, am Vorabend des in Russland offiziellen Gedenktages für die Opfer politischer Verfolgung, werden jedes Jahr in vielen russischen Städten und weltweit die Namen derer gelesen, die Opfer des stalinistischen Terrors wurden. 

Auch dieses Jahr möchte sich Memorial Deutschland e.V. wieder dieser Gedenkveranstaltung anschließen und lädt Sie ein, mit uns gemeinsam am 29. Oktober 2022 von 17.00 bis 19.00 Uhr am Denkmal für die Opfer des Stalinismus auf dem Steinplatz in Berlin-Charlottenburg die Namen der aus Sachsen-Anhalt stammenden Opfer zu verlesen. Wir haben in den letzten zwei Jahren die Opfer aus Berlin und Brandenburg gelesen und dieses Jahr haben wir uns für Sachsen-Anhalt entschieden.

Zwischen 1950 und 1953 wurden 923 Zivilistinnen und Zivilisten von Sowjetischen Militärtribunalen zum Tode verurteilt, nach Moskau verschleppt und dort erschossen, 140 Personen kamen davon aus Sachsen-Anhalt. Die meisten Opfer wurden nach dem Zerfall der Sowjetunion von der russischen Militärstaatsanwaltschaft rehabilitiert.

Die Opfer haben kein individuelles Grab, sie wurden heimlich erschossen. Im Rahmen der Veranstaltung möchten wir ihnen zumindest ihre Namen zurückgeben. Gerne können Sie aber auch die Namen Ihrer eigenen Familienmitglieder oder anderer für Sie wichtiger Personen, die Opfer sowjetischer Gewaltherrschaft wurden, vorlesen.

Der derzeitige grauenhafte Krieg Russlands gegen die Ukraine fordert Tausende vollkommen unschuldige Tote, viele in Massengräbern verscharrt. Auch ihrer möchten wir gedenken. Gerne können Sie auch Namen von Opfer dieses Krieges verlesen.

Oktober 2022

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