In der Zwischenzeit haben weitere Verhandlungstage im Prozess gegen Titiev stattgefunden (9. August, 15. August, 17. August). Anwesend waren neben Mitarbeitern vom Memorial auch Vertreter von Human Rights Watch, Amnesty International, ein Vertreter der Norwegischen Helsinki Gruppe sowie ausländische Diplomaten. Befragt wurden an diesem Tagen Polizeimitarbeiter, die unmittelbar an der zweiten Festnahme Titievs beteiligt waren bzw. Diensthabende der Polizeistation am entsprechenden Tag, ebenso ein Experte des kriminalistischen Zentrums, der nach dem „Auffinden“ des Drogenpäckchens hinzugezogen worden war.

Die Befragten behaupteten einhellig, wie die Zeugen zuvor auch, weder Fahrzeuge noch Mitarbeiter in Uniformen mit der Aufschrift GBR gesehen zu haben.

Titievs erste Festnahme (er war zweimal festgenommen worden) war von Personen in Uniformen mit eben dieser Aufschrift vorgenommen worden, bei dieser Gelegenheit war ihm auch das ihm zur Last gelegte Drogenpäckchen untergeschoben worden. Danach war er nach seiner Aussage auf die Polizeistation gebracht, bedroht und zu einer Selbstbezichtigung gedrängt worden, was er verweigert hatte.

Bezüglich weiterer Punkte gehen die Aussagen der befragten Polizisten auseinander, werden nicht erinnert oder nicht beantwortet. Die Verhandlung wird nach dem 27. August fortgesetzt.

21. August 2018

 

 

 

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