Bachrom Chamroev, zu Unrecht verurteilter Menschenrechtsverteidiger und Mitglied des Menschenrechtszentrums Memorial, wurde vom 2. bis zum 17. Juni in eine Straf-Isolationszelle gesteckt, weil er ein Plakat mit der Aufschrift "Zeigt mir den lebenden Asat Miftachov!" gezeigt hatte.
Die belarusische Menschenrechtsorganisationen "Vjasna" hat ihren Bericht über die Menschenrechtslage in Belarus für den Monat Mai veröffentlicht, den wir hier in deutscher Übersetzung leicht gekürzt bereitstellen.
Weiterlesen … Bericht zur Situation der Menschenrechte in Belarus. Mai 2026
In einer an die russische Regierung gerichteten dringenden Mitteilung erhebt die UN-Sonderberichterstatterin für die Menschenrechtssituation in Russland, Mariana Katzarova, schwere Vorwürfe im Fall des Historikers und ehemaligen Leiters von Memorial Karelien Jurij Dmitriev und fordert seine sofortige Freilassung.
Seit Beginn der Vollinvasion in die Ukraine am 24. Februar 2022 hat die Anzahl politischer Repressionen in Russland nicht nur quantitativ zugenommen, auch der Charakter der Verfolgungen hat sich stark verändert, dies macht auch vor Minderjährigen nicht halt.
Weiterlesen … Politisch motivierte Verfolgung Minderjähriger in Russland
Kostjantyn Davydenko wurde am 11. Februar 2018 in Simferopol vom FSB mit der Anschuldigung "Spionage" festgenommen. Siebeneinhalb Jahre verbrachte er in Gefangenschaft, wo man ihn physisch und psychisch folterte. In einem Lager mit strengem Regime erlitt er einen Schlaganfall und wurde gesundheitlich schwer beeinträchtigt. Am 24. August 2025 kam er im Rahmen eines Gefangenenaustauschs frei. Im Interview erzählt er seine Geschichte.
Der Politische Gefangene Asat Miftachov hat darüber berichtet, dass er im Besserungslager Nr. 18 „Poljarnaja Sova“ erneut gefoltert wird.
Im Folgenden finden Sie eine Sammlung russischer Antikriegsproteste sowie Verfahren gegen Kriegsgegner im April 2026. Der Digest wird monatlich fortgeführt ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Weiterlesen … Stimmen gegen den Krieg – Digest russischer Antikriegsproteste April 2026
Das Interview mit Valerij Lejko, Gründer des Charkiver Museums der Kindheit, stammt von Anfang November 2025 - zwei Wochen zuvor waren russische Bomben auf das Gebäude gefallen, in dem sich außer dem Museum der Kindheit auch ein privater Kindergarten befindet.
Weiterlesen … Stimmen des Krieges: Ein Museum der Kindheit in unkindlichen Zeiten
Das Menschenrechtszentrum Vjasna hat den 21. Mai zum Tag der Solidarität mit den politischen Gefangenen in Belarus in Andenken an den in der Strafkolonie verstorbenen Vitold Aschurak ausgerufen, der bereits zum vierten Mal begangen wird. Heute befinden sich mindestens 848 Menschen zu Unrecht in Haft.
Weiterlesen … 21. Mai – Tag der Solidarität mit politischen Gefangenen in Belarus
Valentin Stefanovitsch ist stellvertretender Vorsitzender von Vjasna, einer der bekanntesten belarusischen Menschenrechtsverteidiger und früherer Vizepräsident der International Federation for Human Rights (FIDH). Nach fast fünf Jahren wurde er aus der Haft entlassen und aus Belarus abgeschoben.
Anlässlich des 81. Jahrestages des Kriegsendes in Europa:
MEMORIAL Deutschland führt täglich mehrere Führungen mit unterschiedlicher Dauer in verschiedenen Sprachen durch: Programm Führungen (pdf als Download)
Zusätzlich findet ein gemeinsames Bühnenprogramm mit dem „Bündnis Gedenken gegen Krieg" statt: Bühnenprogramm
Weiterlesen … 08./09. Mai: Veranstaltungen zum Gedenken an Kriegsende in Berlin-Treptow
Im Folgenden finden Sie eine Sammlung russischer Antikriegsproteste sowie Verfahren gegen Kriegsgegner im März 2026. Der Digest wird monatlich fortgeführt ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Weiterlesen … Stimmen gegen den Krieg – Digest russischer Antikriegsproteste März 2026
GENF. 9.4.26 Heute, am 9. April 2026, wird der Oberste Gerichtshof der Russischen Föderation mit der Prüfung der Klage des russischen Justizministeriums beginnen, die darauf abzielt, die „Internationale gesellschaftliche Bewegung Memorial“ als extremistische Organisation einzustufen.
Jede Woche fährt er zur Demonstration für die Befreiung von Kriegsgefangenen, und zwar nicht das erste Jahr. Der Mann im Rollstuhl, der ständig mit seiner Umgebung scherzt und die Kinder unterhält, ist dank seines auffälligen und leicht wiederzuerkennenden Äußeren schon lange zu einem ganz eigenen Symbol dieser Veranstaltungen geworden.
"Brüderchen Vovtschick" erzählt über den Beginn des Krieges, die Besatzung Mariupols und das Leben nach der Amputation beider Beine.
Anlässlich des Weltfrauentags 2026 widmet die Menschenrechtsorganisation Vjasna den Erfahrungen von Frauen mit staatlicher Repression und politischer Verfolgung in Belarus die Artikelserie "Yana svedchits" [Sie bezeugt]. Ehemalige politische Gefangene erzählen in Interviews von ihren Erlebnissen – von der Verhaftung, über die Trennung von ihren Kindern und die Zeit in Haft bis hin zum Leben danach.
Im Folgenden finden Sie eine Sammlung russischer Antikriegsproteste sowie Verfahren gegen Kriegsgegner im Februar 2026. Der Digest wird monatlich fortgeführt ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Auflistung als pdf-Datei (Download)
Weiterlesen … Stimmen gegen den Krieg – Digest russischer Antikriegsproteste Februar 2026
Alexej Mosin von Memorial Jekaterinburg wurde zu neun Tagen Haft verurteilt.
Mosin hatte im Zentrum von Jekaterinburg Blumen zum Gedenken an Boris Nemzov niedergelegt, der am 27. Februar 2015 im Zentrum von Moskau ermordet worden war.
Vor einem Jahr, am 5. Februar 2025, wurde der Bot des Telegram-Kanals Belarusischer Hajun [Name eines Waldgeistes in der belarusischen Mythologie; Anm. Übers.] gehackt. Bald darauf begann im gesamten Land eine Welle von Massenverhaftungen, die mit der Zeit zu einem der größten politischen Strafverfahren in Belarus angewachsen ist.
Vor vier Jahren am 24. Februar 2022 begann Russland eine umfassende militärische Invasion in die Ukraine. Tatsächlich dauert dieser Krieg jedoch bereits seit zwölf Jahren an. Das Zentrum zum Schutz der Menschenrechte Memorial spricht sich konsequent gegen diesen aggressiven Krieg aus und tritt für die Unterstützung des ukrainischen Volkes ein.
Gestern, am 17. Februar 2026, hat die Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation in Abstimmung mit dem Außenministerium Russlands die Internationale Vereinigung Memorial als „unerwünschte Organisation“ eingestuft.